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Vergessenes
Handwerk neu entdeckt!
Sechs
Korbflechtermeisterinnen aus der Bundesrepublik, der Schweiz und
Frankreich trafen sich vom 23. bis 27. November im Wannenmachermuseum
in Emsdetten. Unter Anleitung
der letzten noch lebenden
Wannenmacher Hermann Beike, Clemens Finke und Alfons Schwarte, alle
Emsdetten, haben sie sich mit den besonderen Flechttechniken dieses
Handwerks einige Tage intensiv auseinandergesetzt.
Die
Absolventen der Korbfachschule Lichtenfels gehören dem 1997
in Lichtenfels gegründeten Verein flechtwerk-ev
an, der sich insbesondere der Pflege alter Flechttechniken, der
Aus- und Weiterbildung von Korbflechtern, dem Weidenanbau und der
Herausgabe der Fachzeitschrift „Verflechtungen“ widmet.
Die
seit der Römerzeit bekannten, aus Weiden geflochtenen Wannen wurden
bis ins 20. Jahrhundert zur Getreidereinigung verwendet. Emsdetten war
seit dem 17. Jahrhundert weit über das Münsterland hinaus als
Wannenmacherdorf bekannt.
Die
Anregung zu einem derartigen Arbeitstreffen entstand im Gespräch der
Korbflechterinnen
Mit
der praktischen Flechtarbeit bestand wohl die einmalige und letzte
Möglichkeit, die fast vergessenen Flechttechniken der Wannenmacher
interessierten Fachleuten noch einmal näherzubringen.
Namen
und Herkunft der Teilnehmerinnen: Andrea
Schultz -
Wild, Kommern (Mitarbeiterin
des Rheinischen Freilichtmuseums Kommern) Christa
Jöhlinger, Ritterhude Renate
Derstappen, Neu Dragun Simone
Rüppel, Laupen/Zürich Gabi
Dingels, Anould/Frankreich Kerstin
Eikmeier, Porta/Minden |
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