Wannenmacher Museum-Emsdetten

auf Hof Deitmar, Mühlenstraße 28 - 30, 48282 Emsdetten, Telefon: 02572 941316

Öffnungszeiten:

mittwochs - sonntags 15.00 - 18.00 Uhr.

Führungen auch nach Vereinbarung unter der

Telefon -Nr.: 02572 / 941316 oder

E-Mail: Museen-Emsdetten@web.de

 

Urkunde aus dem Jahre 1721

 

20 Jahre Wannenmacher-Museum

 

25 Jahre Wannenmacher-Museum

 

30 Jahre Wannenmacher-Museum

 

50.000  Besucher im Wannenmachermuseum

 

60.000 Besucher im Wannenmacher-Museum

 

Das 1985 eröffnete Wannenmacher-Museum zeigt die Geschichte eines alten Handwerks, das jahrhundertelang das wirtschaftliche Leben des Ortes bestimmte. 

Emsdetten war in Nordwestdeutschland einer der wenigen Orte, in denen das Wannenmacherhandwerk ausgeübt wurde. Die Emsdettener Wannenmacher stellten flache, aus Weiden geflochtene Körbe, sogenannte Wannen her. Diese wurden in der Landwirtschaft u.a. zur Getreidereinigung verwendet. Das ausgedroschene Getreide wurde in der Wanne durch ruckartiges Hochwerfen von Spreu und Staub getrennt.

 

Die Herstellung einer Wanne, wie das Schneiden und die Bearbeitung des Flechtmaterials, machte eine Vielzahl von Arbeitsgängen notwendig. Dazu waren ein hohes Maß an Erfahrung, Geschicklichkeit und körperliche Ausdauer erforderlich. Einen Tag lang arbeitete ein erfahrener Meister an einer Wanne. 300 bis 500 Exemplare musste eine Familie jährlich produzieren, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Als Massenproduktion fanden jährlich 25.000 bis 30.000 Wannen, über das Fürstbistum Münster hinaus, in ganz Nordwestdeutschland und in den Niederlanden den großen Absatz. In der Blütezeit der Wannenmacherei, um 1750, verdiente etwa die Hälfte aller Emsdettener Handwerkshaushalte ihren Lebensunterhalt mit der Wannenherstellung.

Im Wannenmacher-Museum werden im einzelnen folgende Themen dargestellt:

Die Küche – Das sonntägliche Wohnzimmer – Aufkommen, Verarbeitung, und Typen der Wanne – Die Entwicklung der Wannenmacherei in Emsdetten – Die Werkstatt – Die Arbeit des Wannenmachers – Produktionssortiment und Handel – Der Gebrauch der Wanne in der Landwirtschaft – Das Spleiten, eine Gemeinschaftsarbeit.

Einige eingerichtete Räume zeigen die Nutzung des Hauses und verdeutlichen Lebens- und Arbeitsweise seiner Bewohner. Der nach Themen gegliederte Ausstellungsbereich bietet Hintergrundinformationen zur Struktur und Entwicklung dieses Handwerks in Emsdetten.

 

 

Arbeiten mit der Wanne

 

Das Wannenmacher-Museum im Frühjahr 2010

 

 

Museumsführer:

Walter Brüning, Margret Stolze,

Josef Möllers, Barbara Tillmann

Verein Flechtwerk e.v.
 www.flechtwerk-ev.de

 

 

Zu den Wannenmacher-Familien

Ascheberg          Beike          Löbbel

weitere Bilder

 

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